Margit Hinterreiter

Datenschutz

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Coaching/Lebens- und Sozialberatung – Beschreibung und gesetzliche Bestimmungen

Coaching ist ein Tätigkeitsbereich der Lebens- und Sozialberatung und darf nur mit Gewerbe-
berechtigung ausgeübt werden. § 119 Gewerbeordnung sowie die Verordnung über die Standes- und Ausübungsregeln für das Gewerbe der Lebens- und Sozialberatung geben den gesetzlichen Rahmen vor.

1 Prinzipien des Coachings:
Auftrag, Selbststeuerung, Selbstverantwortung, Aktive Mitarbeit
Zu Beginn des Coachings legen Coach und Coachee die Inhalte und Zielsetzungen des Coachings fest (Auftrag). Zweck von Coaching ist eine bessere persönliche Handlungs-, Wahl- und Entscheidungsfreiheit des Coachee zu erreichen. Der Coach wird den Coachee bei gemeinsamen Treffen im Rahmen eines ressourcen-, lösungs- und zielorientierten Prozesses bei der Erarbeitung des Auftrags anleiten, beraten und unterstützen. Die Gestaltung des Prozesses sowie die Wahl der Methode unterliegt der Entscheidung des Coachs und kann jederzeit auch ohne Mitteilung an den Coachee geändert werden. Der Coach wird die eingesetzten Methoden oder Techniken dem Coachee bei Bedarf erläutern sowie auf mögliche Ergebnisse hinweisen. Eine erfolgreiche Arbeit erfordert die aktive Mitarbeit des Coachee. Der Coachee sollte bereit und offen sein, sich mit sich selbst und seiner Situation auseinanderzusetzen und sich persönlich zu verändern. Die eigentliche Veränderungsarbeit wird von dem Coachee selbst geleistet. Der Coachee bestimmt die Detailinhalte und Tiefe des Coachings. Der Coachee handelt in jeder Phase der gemeinsamen Arbeit eigenverantwortlich und ist sich dessen bewusst.

2 Abgrenzung zur Therapie und sonstigen Heilbehandlungen:
Im Rahmen des Coachings werden kein/e Diagnose, Therapien oder Behandlungen im medizinischen, psychologischen oder psychotherapeutischen Sinne durchgeführt, oder Heilkunde im gesetzlichen Sinne ausgeübt. Coaching stellt somit keinen Ersatz für eine medizinische, psychologische oder psychotherapeutische Diagnose, Therapie oder Behandlung dar. Laufende Behandlungen in diesen Bereichen sollen daher weder unter- noch abgebrochen werden, oder gar unterlassen werden.

3 Vorerkrankungen:
Diagnosen, psychische Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme lassen einen sinnvollen Coachingprozess oft nicht zu. Im schlimmsten Fall kann es durch Coaching zu negativen Auswirkungen auf den Heilungsprozess kommen. Aus diesem Grund hat der Coachee den Coach über Diagnosen, psychische Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme zu unterrichten; der Coach wird seinerseits den Coachee bei Vermutung des Vorliegens einer (psychischen) Krankheit den Besuch bei einem Angehörigen eines in Betracht kommenden Gesundheitsberufes zur Abklärung des Krankheits-anzeichens oder zur Heilbehandlung empfehlen. Darüber hinaus ist der Coachee jedoch für sein Wohlbefinden, seine physische und psychische Gesundheit während den Coaching-Einheiten in vollem Umfang selbst verantwortlich. Sämtliche Maßnahmen die der Coachee aufgrund des Coachings durchführt, liegen in seinem Verantwortungsbereich.

4 Geheimhaltung:
Der Coach ist zur Verschwiegenheit über die ihm anvertrauten Angelegenheiten verpflichtet. Diese Verschwiegenheits-pflicht besteht nicht, wenn und insoweit der Coachee den Coach ausdrücklich von dieser Pflicht entbindet oder der Coach aufgrund gerichtlicher oder gesetzlicher Anordnung zur Auskunftserteilung verpflichtet ist. Inwieweit der Coach von der Verpflichtung zur Ablegung eines Zeugnisses, zur Einsichtsgewährung in Geschäftspapiere oder zur Erteilung von Auskünften über die ihm in Ausübung seines Berufes bekannt gewordenen Umstände in gerichtlichen oder verwaltungsbehördlichen Verfahren befreit ist, richtet sich nach den diesbezüglichen Rechtsvorschriften. Der Coach ist zur Zusammenarbeit mit Kollegen seiner Berufsgruppe oder mit Angehörigen angrenzender Berufe verpflichtet, wenn dies zur Abklärung einer bestimmten Frage erforderlich ist. Der Coach ist berechtigt, zwecks Qualitätssicherung seiner Arbeit die Coachingsituation anonymisiert in einer Supervisions- oder Intervisionsgruppe zu reflektieren.

Datenschutzerklärung(1)

1 Verarbeitung Ihrer personenbezogenen und sensiblen Daten:
Wir verarbeiten2 nachstehende uns von Ihnen(3) im Rahmen der Beratung zur Verfügung gestellte personenbezogene Daten, nämlich Name, Adresse, Geburtsdatum, E-Mail, Telefonnummer („personenbezogene Daten“).(4)

Soweit Sie uns im Rahmen unserer Beratungstätigkeit solche Daten zur Verfügung stellen, verarbeiten wir darüber hinaus nachstehende besondere Kategorien von personenbezogenen Daten, nämlich sensible Daten bezüglich Ihres aktuellen Gesundheitszustandes oder betreffend bestehende Diagnosen, Erkrankungen oder Medikamenteneinnahmen sowie vertrauliche Daten zu Ihrem Privat- und Intimleben, Ihrem religiösen, politischen oder weltanschaulichen Bekenntnis oder Ihrem Berufsleben („sensible Daten“).

2 Verantwortlicher(5)
Margit Hinterreiter
Ketschelenstr. 5c
6805 Gisingen
mh@deinmentalcoach.net (6)

3 Zwecke, für die die personenbezogenen oder sensiblen Daten verarbeitet werden sollen sowie Rechtsgrundlage:
Die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten erfolgt zu nachstehenden Zwecken: Verarbeitung und Übermittlung von Daten im Rahmen der Erbringung von Beratungsleistungen an Klienten und an der Beratung Mitwirkende, einschließlich automationsunterstützt erstellter und archivierter Textdokumente (wie z.B. Korrespondenz) in dieser Angelegenheit.(7)
Die Verarbeitung erfolgt auf Grundlage von Art 6 Abs 1 lit b8 DSGVO.(9)
Die Verarbeitung Ihrer sensiblen Daten erfolgt ausschließlich für Zwecke Ihrer Beratung und Versorgung im psychosozialen Bereich. Die Verarbeitung erfolgt auf Grundlage von Art 9 Abs 2 lit h DSGVO.(10)

4 Empfänger der personenbezogenen Daten(11):
Ihre sensiblen Daten werden nicht weitergegeben.

5 Dauer für die die personenbezogenen oder sensiblen Daten gespeichert werden:
Ihre personenbezogenen und sensiblen Daten werden für einen Zeitraum von 2 Jahren gespeichert.(12)

6 Erforderlichkeit der Bereitstellung der personenbezogenen oder sensiblen Daten:
Sie sind nicht verpflichtet, Ihre personenbezogenen Daten bereitzustellen. Die Bereitstellung nachstehender personenbezogener Daten, nämlich Ihres Namens sowie Ihrer Adresse, ist jedoch für einen Vertragsabschluss mit dem Verantwortlichen erforderlich.(13) Sie sind nicht verpflichtet, Ihre sensiblen Daten bereitzustellen.

7 Auskunftsrecht(14):
Sie haben das Recht, von dem Verantwortlichen eine Bestätigung darüber zu verlangen, ob Sie betreffende personenbezogene oder sensible Daten verarbeitet werden; ist dies der Fall, so haben Sie ein Recht auf Auskunft über diese personenbezogenen oder sensiblen Daten und folgende Informationen:
• die Verarbeitungszwecke
• die Kategorien personenbezogener oder sensibler Daten, die verarbeitet werden

Erläuterungen zu allen Zahlen in Klammern:

(1) Information gemäß Art 12 Abs 1 DSGVO:
Die Übermittlung nachstehender Informationen an den
Betroffenen hat grundsätzlich schriftlich und spätestens im Zeitpunkt der Erhebung der Daten zu
erfolgen. Diese Informationen können auch in elektronischer Form bereitgestellt werden, beispielsweise
auf einer Website, wenn sie über den Link „Datenschutzerklärung“ am Ende jeder Seite abgerufen werden können. Siehe auch: https://www.wko.at/service/wirtschaftsrecht-gewerberecht/EU-Datenschutz-Grundverordnung:-Informationspflichten.html

(2) Jedes Verwenden von personenbezogenen Daten wie z. B. Erstellung einer Kundenkartei oder Aufnahme der Daten zur Erstellung einer Rechnung (Art 4 Z 2 DSGVO):

(3) Diejenige natürliche Person deren personenbezogene Daten verarbeitet werden ist die „betroffene Person“ (Art 4 Z 1 DSGVO):

(4) „Personenbezogene Daten“ sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen wie z. B. Name, Adresse, Geburtsdatum etc. (Art 4 Z 1 DSGVO):
Sie müssen dem Zweck angemessen und erheblich sein sowie auf das für die Zwecke der Verarbeitung notwendige Maß beschränkt sein (Datenminimierung - Art 5 Abs 1 lit c DSGVO).

(5) Angabe gemäß Art 13 Abs 1 lit a DSGVO. „Verantwortlicher“ ist die natürliche oder juristische Person, die alleine oder gemeinsam mit anderen über die Zwecke und Mittel der Verarbeitung von personenbezogenen Daten entscheidet (Art 4 Z 7 DSGVO) z. B. der Unternehmer, der Kundendaten zur Erstellung einer Rechnung erfasst:
Siehe auch: https://www.wko.at/service/wirtschaftsrecht-gewerberecht/EU-Datenschutz-Grundverordnung:-Verantwortlicher-und-Aufr.html

(6) Angabe gemäß Art 12 Abs 2 DSGVO:

(7) Angabe gemäß Art 13 Abs 1 lit c DSGVO:
Personenbezogene Daten müssen für festgelegte, eindeutige und legitime Zwecke erhoben werden und dürfen nicht in mit diesen Zwecken nicht zu vereinbarender Weise verarbeitet werden (Zweckbindung - Art 5 lit b DSGVO). Auf Grund dieser Angabe muss erkennbar sein, welche Arten der Verarbeitung erfasst sind und eine Beurteilung der Rechtmäßigkeit der Zwecke sowie der Verarbeitung möglich sein.

(8) Wenn die Verarbeitung für die Erfüllung eines Vertrages, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen, die auf Anfrage der betreffenden Person erfolgen, erforderlich ist:

(9) Angabe gemäß Art 13 Abs 1 lit c DSGVO:
Die Verarbeitung von personenbezogenen Daten ist nur dann rechtmäßig, wenn mindestens einer der in Art 6 DSGVO geregelten Bedingungen für die Rechtmäßigkeit der Verarbeitung vorliegt. Für die Verarbeitung von besonderen Kategorien von Daten nach Art 9 und 10 DSGVO müssen für eine rechtmäßige Datenverarbeitung die dort geregelten Voraussetzungen vorliegen. Siehe auch: https://www.wko.at/service/wirtschaftsrecht-gewerberecht/EU-Datenschutz-Grundverordnung:-Grundsaetze-und-Rechtmaes.html

(10) Wenn die Verarbeitung für Zwecke der Versorgung oder Behandlung im Gesundheits- oder Sozialbereich erforderlich ist:

(11) Angabe gemäß Art 13 Abs 1 lit e DSGVO:
„Empfänger“ sind Personen oder andere Stellen denen die personenbezogenen Daten offengelegt werden (Art 4 Z 9 DSGVO).

(12) Angabe gemäß Art 13 Abs 2 lit a DSGVO:
Sofern diese Angabe nicht möglich ist, ist alternativ auch die Angabe der Kriterien für die Festlegung dieser Dauer möglich. Es ist die Angabe konkreter Kriterien erforderlich, eine Speicherung „so lange, als es für die Zwecke, für die sie verarbeitet werden, erforderlich ist.“ wäre nicht ausreichend. Die Speicherfrist muss auf das unbedingt erforderliche Mindestmaß beschränkt bleiben (Speicherbegrenzung - Art 5 Abs 1 lit e DSGVO).

(13) Angabe gemäß Art 13 Abs 2 lit e DSGVO:
Ob die Bereitstellung der personenbezogenen Daten gesetzlich oder vertraglich vorgeschrieben oder für einen Vertragsabschluss erforderlich ist, ob die betroffene Person verpflichtet ist, die personenbezogenen Daten bereitzustellen, und welche möglichen Folgen die Nichtbereitstellung hätte.

(14) Angabe gemäß Art 13 Abs 2 lit b DSGVO:
Siehe Art 15 DSGVO. Der Verantwortliche hat der betroffenen Person Informationen über die auf Antrag ergriffenen Maßnahmen unverzüglich, in jedem Fall aber innerhalb eines Monats nach Eingang des Antrags zur Verfügung zu stellen (Art 12 Abs 3 DSGVO). Siehe auch: https://www.wko.at/service/wirtschaftsrecht-gewerberecht/eu-dsgvo-musterschreiben-auskunftserteilung.html